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Ein Gimpel-Weibchen knackt die harten Samen des Gemeinen Schneeballs.   / Foto: Marcel Burkhardt, ornifoto.ch

 

Hauptbeschäftigung für die im Brutgebiet bleibenden Vögel ist die Nahrungssuche. Oberstes Ziel: so viel fressen, dass die Körpertemperatur auch bei grosser Kälte aufrecht erhalten werden kann. Was bei uns verpönt ist, sichert vielen Vögeln im Winter das Überleben: eine dicke Fettschicht als Energievorrat!

Körnerfresser finden fast ganzjährig passendes Futter. Buchfink, Grünfink, Kernbeisser und Gimpel sind Spezialisten im Knacken von Samen. Der Name des Kernbeissers kann sogar als «Berufsbezeichnung» gelten! Seine Nahrung findet der Buchfink fast ausschliesslich am Boden. In Buchenwäldern wendet er gefallenes Laub auf der Suche nach den energiereichen Bucheckern. In Jahren, wo die Buchen besonders viele Früchte tragen, überwintern grosse Schwärme von Bergfinken bei uns; das sind Wintergäste aus der Taiga.

Meisen sind Insektenfresser, was sich am feinen Schnabel ablesen lässt. Sie turnen pausenlos durch Sträucher und Bäume und suchen an Blättern und Zweigen, in Rindenspalten und Knospen Insekten aller Stadien sowie Spinnen und Tausendfüssler. Im Herbst und Winter stellen sie ihren Speiseplan um und nehmen dann gerne auch fettreiche Samen und Früchte.

Für die Amsel und andere Drosseln sind jetzt Fallobst und beerentragende Wildsträucher die wichtigste Nahrungsquelle. Die begehrten Früchte des Vogelbeerbaums und des Schwarzen Holunders werden als erste gefressen. Die weniger beliebten Beeren von Schneeball, Liguster und Efeu bleiben oft bis Ende Winter hängen.

Vögel sind an die winterlichen Bedingungen angepasst und benötigen kein Zusatzfutter. Die beste Massnahme für den Erhalt einer artenreichen Vogelwelt ist die Schaffung von spezifischen Lebensräumen, die erfolgreiches Brüten ermöglichen! Bei Dauerfrost, Eisregen oder geschlossener Schneedecke kann eine sachgemässe Fütterung den Kleinvögeln im Siedlungsbereich aber das Überleben erleichtern. Aber was ist eine sachgemässe Fütterung? Das ist nachzulesen im Merkblatt «Fütterung von Kleinvögeln» unseres Dachverbands BirdLife Schweiz!

1. Januar 2017, Christoph Vogel-Baumann

 

 

 

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Tannenbaum sägen

Jugendnaturschutz Aare-Wiggertal Das Jahr geht langsam zu Ende und der Jugendnaturschutz Aare-Wiggertal hat es mit einem lustigen Nachmittag im Wald ausklingen lassen. Es waren so viele Teilnehmer dabei wie noch fast nie!
Nachdem sich die Gruppe beim Loohof in Oftringen getroffen hatte, marschierte sie in den Wald, wo ein spannendes Geländespiel vorbereitet worden war. Es ging darum, Erdnüsse zu finden und sie gegen ein Zvieri aus Schokolade und Mandarinen einzutauschen. Das Spiel war anstrengend und das anschliessende Zvieri war wohlverdient.
Zum Abschluss wurde noch eine lustige Stafette gespielt und als alle müde waren, sind Leiter und Teilnehmer zum Treffpunkt zurückspaziert und haben sich für dieses Jahr verabschiedet.
Das Jahr des Jugendnaturschutzes war intensiv und hat Spass gemacht. So hat die Gruppe zum Beispiel viel über Frösche gelernt und durfte eine interessante Führung über Vögel in Zofingen geniessen. Sie hat ein Weekend mit den Steinböcken verbracht und ist sogar selber geklettert.
Ausserdem hat sie dieses Jahr ihr 20-jähries Bestehen gefeiert. Da durfte eine grosse Party natürlich nicht fehlen. Mit Teilnehmern, Familienmitgliedern und ehemaligen Leitern war die Feier ein grosser Erfolg.
Ein zweiter Höhepunkt dieses Jahr war natürlich das Sommerlager mit dem Cevi Oftringen und Rothrist. Obwohl die Zeltstadt in der zweiten Nacht komplett geflutet wurde, hatten alle Spass und Leiter sowie Teilnehmer haben viele neue Leute kennengelernt auf diesem Abenteuer.
Das nächste Jahr wird hoffentlich genauso toll und ereignisreich, die Gruppe freut sich schon und ist bald mit dem neuen Halbjahresprogramm am Start!

11.Dezember 2016, Saskia Leu

 

 

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Jugendnaturschutz Aare-Wiggertal

 

Wie jeden Herbst hat sich die Truppe des Jugendnaturschutz Aare-Wiggertal letzten Samstag zum Boowald bei Glashütten aufgemacht, um sich um die rund 50 Nistkästen dort zu kümmern. Diese werden ihr vom Naturschutzverein Strengelbach zur Verfügung gestellt und müssen jährlich gereinigt werden, damit im Frühling wieder neue Nester gebaut werden können.

Obwohl das Wetter am Morgen noch alles andere als gut ausgesehen hatte, durfte sich der Jugendnaturschutz am Nachmittag über viele Teilnehmer freuen, die sich bei der Kirche in Glashütten versammelt hatten. Nach einem kleinen Spaziergang ins Gebiet hat sich die Gruppe mit Werkzeug, Fotoapparat und Schreibzeug aufgemacht. Die Kästen wurden geleert und gereinigt, der Zustand überprüft und die Funde natürlich sorgfältig dokumentiert. Diese Daten sind sehr wichtig und werden in die jährlich erhobene Statistik vom Naturschutzverein Strengelbach einfliessen. Veröffentlicht wird diese im Jahresbericht 2016.

Wie immer hatte es auch dieses Jahr wieder ein paar Überraschungen dabei: nebst Bienen- und Wespennestern, Eiern und sonstigen spannenden Sachen, hat die Gruppe gleich fünf Haselmäuse gefunden! Diese nisten sich gerne in den leeren Kästen ein.

Nach getaner Arbeit wurde noch ein kleines Zvieri genossen und ein paar Spiele gespielt. Was findet die Gruppe wohl nächstes Jahr?

19. November 2016, Saskia Leu

 

 

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Der Rotmilan zieht alleine ins Winterquartier; wo günstige Aufwinde sind, treffen oft mehrere Milane zusammen. Foto: Adrian Wullschleger

Sonntag, 2. Oktober 2016, ab 08:00 bis ca. 16:00 Uhr
Beobachtungsstand beim Pflegeheim Sennhof in Vordemwald, neben dem Turm an der Nordfassade
Leitung: Kennerinnen und Kenner der IG Natur Region Zofingen
Direkter Bus stündlich XX:08 Uhr ab Bahnhof Zofingen; Anmeldung ist nicht notwendig

In jeder Minute ziehen irgendwo auf der Erde Vögel. Alljährlich sind weltweit rund 50 Milliarden Zugvögel unterwegs! Ihre Flugrouten umspannen praktisch die gesamte Oberfläche unseres Planeten wie ein Netz. Die Zugvögel entfliehen im Herbst aber nicht der Kälte, sie weichen kommenden Nahrungsengpässen aus.Wenn ziehende Vögel jeweils Anfang Oktober von Tausenden begeisterter Naturfreunde beobachtet werden, dann ist wieder «EuroBirdwatch – Internationaler Zugvogeltag». Daran beteiligt sind in diesem Jahr 35 BirdLife Partnerorganisationen aus Europa und Zentralasien. In der Schweiz betreuen 58 Vereine einen Beobachtungsstand, einer steht am nächsten Sonntag beim Sennhof in Vordemwald. Hier erwarten Sie Fachleute mit feinster Optik und viel Wissen über die Biologie der Zugvögel. Gemeinsam beobachten wir diese einzigartige Flugschau, bestimmen die durchziehenden Vogelarten und erfassen sie auch zahlenmässig. Alle Beobachtungen werden anschliessend schweiz- sowie europaweit statistisch erfasst. Sind Sie in diesem Jahr auch dabei?


Christoph Vogel, Zofingen