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Langsam aber sicher wird es Herbst – die Wälder werden bunter, die Tage kürzer, die Nächte kälter. Und natürlich – die Äpfel fallen von den Bäumen und man kann ganz viele feine Sachen daraus zaubern.

Wir haben uns beim letzten Anlass auf den Süssmost konzentriert. Dazu durften wir einen Nachmittag lang auf dem Lehenhof in Rothrist beim Mosten helfen. Bei strahlendem Wetter sind deshalb ziemlich viele Teilnehmer gekommen!

Nach einem kurzen Fussmarsch zum Hof wurde uns die Wiese mit den Apfelbäumen gezeigt und dann ging es erst einmal ans Einsammeln. Die neugierigen Kälbli auf der Wiese haben uns interessiert zugeschaut und ab und zu sogar mal einen kleinen Apfel aus einer Kiste stibitzt. Trotzdem sind am Schluss mehrere Kisten Äpfel zusammengekommen. Mit so vielen motivierten Helfern geht das natürlich ganz schnell! Später wurde sogar noch etwas nachgeholfen als wir vorsichtig die Bäume schütteln konnten, so fielen noch mehr reife Äpfel herunter.

Anschliessend haben wir die Äpfel gewaschen und noch ein bisschen aussortiert, dann ging es endlich ans Mosten. Die Presse ist gross und es brauchte ganz schön viel Kraft! Zum Glück waren ein paar starke Leiter dabei und so sind mehrere Liter Most entstanden. Natürlich haben wir alles noch probiert und es gab ein feines Zvieri.

Zum Abschluss durften wir bei einem kleinen Rundgang auf dem Bauernhof auch noch die zahlreichen Tiere anschauen. Kühe, Pferde, Hund und Katze, Kaninchen, Hühner, und sogar Enten!

Vielen Dank an den Lehenhof Rothrist für den spannenden und lustigen Nachmittag!

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Ein Sommer ohne Segler ist kaum vorstellbar. Auch in der Region Zofingen fiebern Ornithologen jedes Jahr der Ankunft des ersten Mauerseglers entgegen, bis dann im Mai die Luft über Städten und Dörfern wieder erfüllt ist von wilden Verfolgungsjagden und fröhlichem Geschrei. Dann kommen sofort Sommergefühle und die Lust nach Glace auf.

Als ursprünglich reine Felsbewohner brüten Segler heute vor allem in Hohlräumen im Dach- oder Traufbereich von Gebäuden, sehr gerne auch in Nistkästen. Für Mauer- und Alpensegler sind Städte nichts anderes als Felslandschaften mit tiefen Schluchten. Segler brüten jahrelang an derselben Stelle, oft in Kolonien mit mehreren Brutpaaren. Um diese wirksam und langfristig zu schützen, müssen sie bekannt sein. In den Jahren 2018 und 2019 sollen deshalb Vogel- und Naturschutzvereine ein möglichst vollständiges Inventar der Seglernistplätze erstellen, das dann allen Interessierten online verfügbar sein wird. Dazu aufgerufen hat BirdLife Aargau.

Da machen wir natürlich gerne mit. Die Kolonien des Alpenseglers in der Region sind wohl alle bekannt, Ziel ist es nun, auch die Mauersegler lückenlos zu erfassen. Und dazu ist Ihre Mitarbeit sehr erwünscht. Melden Sie Ihrem Verein, wenn Sie Segler beobachten, die unter ein Dach oder in einen Nistkasten einfliegen. Die beste Zeit dafür beginnt in diesen Tagen. Junge, noch nicht verpaarte Mauersegler fliegen im Juni mögliche Nistplätze laut schreiend immer wieder an. So testen sie, ob sich eine Stelle für eine spätere Brut eignet. Im Juli dann fliegen Altvögel mit Futter für die Jungen blitzschnell und meist lautlos ein.

Wer hat Mauersegler als Untermieter?
Melden Sie Hinweise auf Bruten mit Datum, Adresse, Hausseite, Details zum Brutplatz bitte an Ihren Verein:
• Zofingen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 062 752 59 85
• Oftringen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 079 568 95 03
• Rothrist: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 062 794 57 24

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Letzten Samstag hat sich die Jugendnaturschutzgruppe Aare-Wiggertal auf eine kleine Wanderung begeben und Höhlen erforscht! Am Morgen haben sich die Teilnehmer in Zofingen getroffen und sind mit dem  Bus nach Uerkheim zum Startpunkt gefahren. Auf der Wanderung haben sie schon früh gemerkt, dass das ein ziemlich anstrengender Tag wird: es ging alles bergauf und es war fast 30 Grad heiss! Zum Glück hatten alle genug Wasser dabei!

Weil die Gruppe unterwegs noch einen Umweg machen musste ging die Wanderung ein bisschen länger als geplant, aber es hatte es ja niemand eilig.

Nach etwa zwei Stunden sind sie dann am Ziel angekommen: imposante Sandsteinhöhlen. Die Höhlen sind Überbleibsel des Sandsteinabbaus, der vor mehreren Jahrzehnten stattgefunden hat. Vor dem Erforschen hatte aber das Zmittag Priorität. Die Gruppe hat bei einer Feuerstelle ein kleines Feuer entfacht und dort Würste gebrätelt. Gestärkt sind dann alle auf eine Erkundungstour der Sandsteinhöhlen gegangen und haben ein paar interessante Fakten zu dem Abbau erfahren.

Natürlich blieb auch noch Zeit für ein Spiel bevor sich die Gruppe wieder auf den Rückweg gemacht hat. Dieser war nicht mehr so anstrengend, da es meistens bergab ging. In Bottenwil hat sie dann den Bus zurück nach Zofingen genommen.

 

Die kalte Jahreszeit mit kurzen Tagen, Schnee und Nahrungsmangel stellen unsere Wildtiere vor grosse Probleme. Mit raffinierten Anpassungen haben sie sich darauf eingestellt:

Abtauchen vor Kälte
Kröten, Frösche, Eidechsen und Molche verbringen den Winter in einem frostsicheren Versteck im Boden. Als wechselwarme Tiere fallen sie bei tiefen Temperaturen in einen Starrezustand. Ihr Sauerstoffbedarf ist so gering, dass ein Frosch als Lungenatmer sogar am Grund eines Weiher überwintern und nur über die Haut Sauerstoff einatmen kann.

Den Winter verschlafen
Igel, Haselmäuse und Siebenschläfer sind echte Winterschläfer. Im Herbst legen sie sich einen körpereigenen Fettvorrat an. Dann werden alle Körperfunktionen heruntergefahren: Die Körpertemperatur beträgt nur noch wenige Grad, das Herz schlägt gerade noch fünf Mal pro Minute. Erst bei Aussentemperaturen von über 10 Grad erwachen sie wieder. Neuste Forschungen haben ergeben, dass Siebenschläfer sogar bis zu 11 Monate im Jahr im Winterschlaf verbringen, falls sie im Herbst ihren Bauch mit Speck in Form von Buchnüsschen angereichert haben.

Winterruhe
Eichhörnchen und Dachs machen zwar keinen Winterschlaf, aber wenn es kalt wird, schlafen sie zwischendurch bis zu zwei Wochen ohne Unterbruch. Dazwischen suchen Eichhörnchen nach ihren Nüssen, welche sie im Herbst an verschiedenen Stellen vergraben haben.

Wintergäste aus dem Norden
Während im Winter viele unserer Tiere sich verkriechen, schlafen und ruhen, bekommen wir Besuch von Gästen aus Russland und Skandinavien, welche den langen Nächten und der grossen Kälte im hohen Norden ausweichen. Unsere Seen bevölkern dann jeweils Tausende Reiher-, Kolben- und Tafelenten. Und in unseren Wäldern suchen Bergfinken nach Buchnüsschen. Wenn wie 2016 ein gutes Buchenmastjahr zu verzeichnen ist, kann zu invasionsartigen Einflügen von Millionen von Bergfinken kommen, was aber zum Bedauern der Vogelliebhaben leider ausblieb.

Winterharte zarte Falter
Wenn im Februar die ersten Sonnenstrahlen unsere Waldränder erwärmen, kann man bereits die ersten Schmetterlinge fliegen sehen. Wie können so zarte Wesen den strengen Winter überdauern? Ein Frostschutz im Blut ermöglicht es dem Zitronenfalter, Temperaturen bis zwanzig Grad unternull zu überstehen. Erstaunlich, da sonst die meisten Insektenarten in Form von Eiern, Larven oder Puppen gut geschützt im Boden überwintern.

Deckel drauf
Im Herbst verkriecht sich die Weinbergschnecke im Boden und macht mit einem festen, luftdurchlässigen Kalkdeckel ihre Haustüre zu. Ihr Körper scheidet alles überflüssige Wasser aus und reichert die Körperflüssigkeit mit Frostschutzmittel an.

Nicht stören bitte
Während das Reh im Sommer ein Feinschmecker ist, muss es im Winter mit schmaler Kost vorlieb nehmen. Das Futterangebot umfasst vor allem Brombeeren, sowie Knospen und Zweige. Diese Nahrung ist schwer zu verdauen und enthält wenig Nährstoffe. Die Tiere bewegen sich deshalb so wenig wie möglich, zudem ist das Vorwärtskommen bei hohem Schnee mühsam. Deshalb ist es angebracht, im Winter als Spaziergänger auf den Wegen zu bleiben und freilaufende Hunde an die Leine zu nehmen.

 

Text & Fotos Hans Althaus

 

 

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